Samstag, 12. April 2014

Vom Wrestling im Allgemeinen und der gebrochenen Streak im Speziellen

Hier ist er also wieder, der Papa Rabe, aus der Versenkung emporgestiegen, um nach viel zu langer Zeit endlich wieder einen Blogpost zu verfassen. Und dieses Mal habe ich es mir fest vorgenommen, weniger Penibel zu sein und einfach mal zu schreiben, was mir auf dem Herzen liegt. Ich möchte dem Titel dieses Blogs auch Rechnung tragen und somit heißt es heute: Sprach der Rabe… Wrestling.

Samstag, 9. Februar 2013

TELL

TELL

Der Kurzfilm "TELL" ist nichts für schwache Nerven. Für seinen Film hat sich Ryan Connolly von E.A. Poes Geschichte "The Tell-Tale Heart" ("Das verräterische Herz") inspirieren lassen und interpretiert diese neu. Nicht nur versetzt er das Geschehen in die Gegenwart, auch die Charaktere und ihre Motive sind abgeändert worden bleiben aber der ursprünglichen Idee treu, wodurch alle, die "The Tell-Tale Heart" bereits kennen, dennoch genug Neues entdecken können.

Ryan Connolly ist ein Mann, der die Not zu einer Tugend macht. Das sieht man nicht nur daran, daß er TELL mit einem Budget von 2000$ gedreht hat, weshalb auch viele Freunde und Verwandte daran mitgearbeitet haben, er nutzte den Kurzfilm auch als Anschauungsmaterial für seinen WebTV-Kanal "Film Riot", auf dem er Tipps und Tricks an interessierte Filmschaffende weiter gibt. Außerdem hat er schon mehrere Musikvideos, Werbeclips und andere Kurzfilme gedreht und arbeitet derzeit an seinem ersten größeren Filmprojekt. Die Hauptseite von TELL findet ihr übrigens HIER!

Eigentlich fasse ich an dieser Stelle den Film immer kurz zusammen, doch ich habe die Befürchtung, daß jedes Wort hier ein Spoiler wäre. Darum meine Empfehlung: Wer es auch mal etwas deftiger mag und einer schönen Portion Gänsehaut nicht abgeneigt ist, der sollte sich einfach selbst ein Bild davon machen.

Freitag, 1. Februar 2013

Shadowplay

Shadowplay

Ich muß zugeben, daß ich schon lange darauf gewartet habe, diesen Film hier empfehlen zu können. Die alphabetische Herangehensweise war meiner Geduld nicht immer zuträglich, aber endlich bin ich bei S angekommen und darum gibt es heute den bemerkenswerten Kurzfilm Shadowplay.

Der Stop-Motion-Film von Dan Blank behandelt ein sehr hartes Thema, daß in unseren Breitengraden aber kaum aufgegriffen wird: Den Atombombenabwürfen über Japan. Dabei bedient sich Dan Blank einer Metapher um das unvorstellbare zu Visualisieren, die wiederrum auf einer tatsächlichen Begebenheit dieses Unglücks basiert und zwar des Schattenspiels.

Die Explosion der Atombombe war so stark, daß sie auf den Betonwänden der Stadt die Umrisse der Leute als Schatten hinterließ. Ein kroteskes Zeugnis des Alltags, der sich in die Mauern gebrannt hatte. Einer dieser Schatten ist der des kleinen Jungen Akio, der sich nun auf die Suche nach seinen Eltern macht und nicht begreifen kann, was da passiert ist. Wir schreiben den 6 August 1945, Hiroshima, als die Atombombe "Little Boy" die Welt veränderte...

Der mehrfach ausgezeichnete Kurzfilm "Shadowplay" ist nicht das einzige Projekt von Dan Blank. Hauptberuflich arbeit er zwar an Visual Effects für große Filme wie Avatar, Watchmen und einigen mehr, aber in seiner Freizeit bastelt er soviel wie möglich an eigenen Filmprojekten. Ein Blick auf seine Homepage lohnt sich.

Shadowplay (2002) from Dan Blank on Vimeo.

Donnerstag, 31. Januar 2013

Goliath - Scott Westerfeld

Mit "Goliath" beendet Scott Westerfeld seine Steampunk-Triologie rund um Prinz Alek, Deryn Sharp und die Leviathan. Wer die Reihe noch nicht kennt, der schaut vielleicht mal bei den Rezensionen zu Teil 1 und Teil 2 hier auf dem Blog vorbei.

Titel: Goliath- Die Stunde der Wahrheit
Autor: Scott Westerfeld
Illustrator: Keith Thompson
Genre: Steampunk / Jugendroman
Seiten: 541 Seiten

Verlag: cbj
Erschienen: 26. November 2012

Preis: € 19,99 (Amazon)

Freitag, 25. Januar 2013

Ideen-Overflow!

Wenn ich mir um eine Sache keine Sorgen machen brauche dann, daß mir die Ideen ausgehen. Ganz im Gegenteil habe ich viel zu viele davon und bei weitem zu wenig Zeit. Aber was die Zeit anbelangt, da bin ich, denke ich mal, einer unter vielen. Der 72 Stunden-Tag mit gleichem Arbeitspensum liegt aber weiterhin in weiter Ferne.

Doch zurück zum überschäumenden Gehirn meinerseits. Ich dachte mir, um den Blog weiter mit Leben zu füllen und meine Angst vorm Postings veröffentlichen weiter zu mindern, berichte ich immer wieder mal von meinem Schaffensprozessen und präsentiere Euch Zeichnungen, die ansonsten erstmal auf meiner Festplatte vor sich hinschmorren würden.

RUIN

RUIN

Heute gibt es ein kleines Eye-Candy und zwar RUIN. Mit diesem Kurzfilm hat Wes Ball und sein Studio OddBall Animation ein visuell beeindruckendes Werk abgeliefert, das man mal gesehen haben sollte.

Die Story ist schnell zusammen gefaßt: Ein Mann streift durch die Ruinen einer post-apokalyptischen Welt und sucht zusammen, was von der einstigen Zivilisation noch übrig geblieben ist. Dabei stolpert er über ein Geheimnis und es beginnt eine toll inszenierte Verfolgungsjagd mit allem drum und dran...

Zugegeben ist die Geschichte wirklich nicht bahnbrechend innovativ, aber das war auch nie der Gedanke hinter diesem Kurzfilm. Neben einigen Verneigungen an bekannte Filme wie Terminator 2 und Aliens sollte es vor allem zeigen, was Wes Ball und OddBall bildlich auf die Leinwand bringen können. Und ihr Engagement hat auch schon Wirkung gezeigt. Hollywood hat den Ruf erwidert und 20th Century Fox will einen Film auf Basis von RUIN produzieren lassen, bei dem Wes Ball Regisseur und Co-Writer sein soll. Man darf gespannt sein.

Wer mehr von Will Ball & Co. sehen will, der sollte auf der Seite von OddBall Animation oder der Projektseite von RUIN vorbei schauen. Ein interessantes Interview mit Einblicken in die 3D-Schaffungsphase findet sich außerdem auf der Seite von CG Society.

Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, daß OddBall Animation auch am bereits im Blog aufgeführten (Musik)Video "Eye of the storm" beteiligt waren.

RUIN from Wes Ball on Vimeo.

Freitag, 18. Januar 2013

Portal: No Escape

Portal: No Escape

Das Spiel "Portal" dürfte eigentlich jedem ein Begriff sein, selbst jenen, die es nicht gespielt haben. Für die Wenigen, die es tatsächlich nicht kennen, hier eine kleine Zusammenfassung.

Portal ist ein Puzzlespiel der etwas anderen Art. Man erwacht in einem seltsamen Gebäudekomplex, welcher von einem Computer überwacht wird, GLaDOS genannt. Die weibliche Computerstimme, welche mittlerweile einen ähnlichen Kultstatus wie HAL 9000 aus "2001: Odysee im Weltraum" genießt, bittet den Spieler, man möge doch die Tests ausführen und am Ende gäbe es dann auch eine Belohnung. Wichtigste Ausrüstung ist das "Aperture Science Handheld Portal Device", mit dem man Portale erschaffen und somit zwei Punkte mit einander verbinden kann. Diese Portale richtig gesetzt und kombiniert helfen einem, die gestellten Aufgaben zu lösen. Doch mit der Zeit entdeckt die Testperson und damit auch der Spieler, daß wohl mehr vor sich geht, als man auf den ersten Blick hin meinen könnte und schon bald geht es um Leben und Tot.

Soweit ein sehr kurzer Überblick des Spiels. Auf dieser Basis hat Dan Trachtenberg einen Kurzfilm gedreht und damit genau den Nerv der Spieler getroffen. Laut eigener Aussage möchte er noch weitere Portal-Filme machen. Genaueres steht aber noch in den Sternen.

Vielleicht noch zwei interessante Sachen am Schluß. Portal spielt in der selben Universum wie Half-Life, bis auf ein paar Randinfos gibt es aber keine wirklichen Überschneidungen. Und im Trailer zum neuen Guillermo-del-Toro-Film "Pacific Rim" ist GLaDOS zu hören. del Toro ist ein großer Portal-Fan und hat extra bei den Portalmachern angefragt, ob er sich diesen Scherz erlauben darf. Im richtigen Film wird die Computerstimme zwar auch von Ellen McLain (eben der Synchronstimme von GLaDOS) gesprochen, dann aber mit einem anderen Filter darüber um eine andere Computerstimme zu generieren.